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Reffnet-Fall Ressourcen­effizienz in der Matratzen­herstellung

BICO ist ein renommierter Hersteller von hochwertigen Matratzen und Bettsystemen. Das Unternehmen gehört zur internationalen Hilding Anders Gruppe und legt grossen Wert auf Qualität, Komfort und Innovation. Hilding Anders Switzerland setzt sich für Nachhaltigkeit ein, indem sie umweltfreundliche Produktionsprozesse nutzen und recycelbare Materialien verwenden. Sie sind zudem Teil der kürzlich gegründeten Matratzen-Allianz, die sich für die Förderung der Kreislaufwirtschaft von Matratzen einsetzt.

Im Rahmen des Reffnet-Falls, den wir für BICO bearbeitet haben, zur Identifikation von Verbesserungspotenzialen der Ressourcennutzung innerhalb von BICO in Schänis SG, wurden alle Materialströme identifiziert und eine Materialflussanalyse erstellt. Zusätzlich wurden die Abfallströme detailliert ausgewertet.

Um den Ressourcenverbrauch für die Produktion von Matratzen zu reduzieren, gibt es verschiedene Ansätze, die Hand-in-Hand gehen:

  • Der Einsatz von Sekundärmaterialien: Matratzen werden so designet, dass es möglich ist sekundäre Materialien einzusetzen.
  • Design for Recycling: Matratzen werden so designet, dass sie sich am Ende ihres Lebens einfach rezyklieren lassen.
  • Einsatz von erneuerbaren Rohstoffen: Zur Produktion der Matratzenbestandteile werden keine fossilen, sondern erneuerbare Rohstoffe eingesetzt.
  • Reduktion der Abfallproduktion: Für die bei der Produktion entstehenden Abfälle, sollen Lösungen nach dem Prinzip reduce, reuse, recycle gefunden werden.

Nicht alle Materialien in Matratzen lassen sich rezyklieren oder aus Sekundärmaterialien herstellen. Nach Prüfung der Eignung und bisherigem Stand zeigte vor allem der Einsatz von Sekundärschaum ein sehr grosses Einsparpotenzial. Bico arbeitet zurzeit intensiv an der Integration von Sekundärschaum in ihren Matratzen und das Ergebnis aus dem Reffnet-Fall hat gezeigt, dass sie sich diesbezüglich auf einem guten Weg befinden. Zusätzlich weist auch die Herstellung von Bezügen aus reinem Polyester ein grosses Potenzial auf. Hier vor allem weil diese Bezüge besser rezykliert werden können als Bezüge aus verschiedensten Textilien. Bei den Abfällen stellte sich das Recycling der Textilabfälle entweder zu Akustikpaneelen oder intern zu Stopfmaterial als vielversprechend heraus.

Dieser Fall zeigte schön auf, wie bereits beim Design eines Produktes, Umweltwirkungen reduziert und die Weichen für den Kreislauf des Produktes und seiner Materialen gestellt werden können.

Foto Credits: Rocco Cristofaro, bico

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